12_3*Ride Rumänien

***RIDE Rumänien

Mit einer 19 stündigen Autofahrt, in der viele Stopps an Tankstellen und auch ein Frühstück bei einer Rumänischen Familie beinhaltet waren, begann unser 5 tägiger Drei-Sterne-Ride nach Rumänien. Gemeinsam mit einem Team der Aktion Weihnachtsfreude hatten wir die Mission, Schuhschachteln gefüllt mit Schulsachen, Süßigkeiten und Kleidung, sowie Lebensmittelpakete zu Familien zu bringen.

In den wenigen Tagen, konnten wir viele Eindrücke sammeln. Wir erfuhren viele Geschichten der Einheimischen, welche sich oft sehr ähnelten. Viele Familien besaßen kaum mehr als das nötigste. Überall sah man heruntergekommene Häuser und Rohbauten, die wahrscheinlich nie fertig gebaut werden. Uns wurde immer wieder bewusst, wie dankbar wir für das Leben sein können, das wir führen dürfen und wir hoffen, dass wir die Familien dort mit dieser Aktion wenigstens kurzfristig unterstützen konnten.

Nachdem wir einmal 45 Minuten zu spät zu einem Gottesdienst kamen, wo die Gemeinde geduldig auf uns wartete, erfuhren wir, dass die Straße zuvor von einem Baum blockiert wurde. Ein Mann der Gemeinde war uns entgegengefahren und entfernte den Baum, damit wir sicher fahren konnten. Dies beschreibt die Menschen dort sehr gut. Ihre Gastfreundschaft und Freude über unseren Besuch lassen sich kaum beschreiben und das, obwohl die meisten Menschen selbst kaum etwas haben.

Die Gemeinden dort investieren sehr viel in die Kinder und man konnte ihre Liebe zu ihnen deutlich erkennen. Sie sind sich darüber im Klaren, dass die Kinder die nächste Generation darstellen, die das Land verändern können. Die Art zu Beten hat uns immer wieder sehr fasziniert. Sie beten gemeinsam und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie beten alle gleichzeitig laut. Wir konnten die Gegenwart Gottes und die Kraft ihrer Gebete deutlich spüren!

Wir erlebten in diesen Tagen sehr viel und selbst das Autofahren wurde zum Abenteuer. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden eher als Empfehlungen angesehen und es wird mindestens 20 km/h schneller gefahren. Außer man wir durch ein Lichthupenkonzert vor einer Polizeikontrolle gewarnt. Aber nicht nur das machte das Autofahren zu einem Abenteuer. Auch die Straßen waren hin und wieder sehr gewöhnungsbedürftig. Wir waren mehrmals auf einer Schotterstraße unterwegs, die hauptsächlich aus Schlaglöchern bestand und auf der man manchmal kaum schneller als 30 km/h fahren konnte.

Die Aktion Weihnachtsfreude hat dieses Jahr 46467 Pakete ausgeteilt. Danke für jeden einzelnen Geber! Jedes einzelne liebevoll gepackte Paket ist wichtig und schenkt den Familien etwas Freude. Sei ein Teil davon! In Matthäus 25,40 steht: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder oder Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan“. – Simone Schamberger

 

Die Aktion in Rumänien war eine großartige Erfahrung für mich! Es war sehr schön zu sehen, wie sehr sich die Menschen über Dinge freuen, die für uns selbstverständlich sind und es war schön, wie uns diese Leute, die selbst sehr wenig haben, zum Essen eingeladen haben und froh über unsere Anwesenheit waren. – Daniel Strele

Mit Bedauern musste ich feststellen, dass die Armut in vielen Familien doch viel größer ist als im Vorfeld angenommen, viele mussten ums Überleben kämpfen. Große Familien mit 5,6,… und mehr Kindern, leben auf engstem Raum. Großteils haben sie ein Zimmer zum Schlafen und eines zum Kochen und Wohnen. Oft haben die Häuser undichte Dächer und Risse in der Fassade, so dass man ins Freie sehen kann. Und trotzdem sind die Menschen hier sehr gastfreundlich. Wir wurden jeden Tag von den Gemeinden vor Ort mit dem besten Essen bekocht. Die verteilten Lebensmittel und Weihnachtspakete werden mit großer Freude aufgenommen, auch wenn diese Freude leider nur von kurzer Dauer sein wird. Man spürt in den Gemeinden die starke Verbundenheit zu Jesus, der für die meisten Menschen hier die größte Hoffnung auf ein besseres Leben ist. Und ich hoffe, dass wir einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, dass sie nicht entmutigt aufgeben. – Samuel Kaufmann

 

 

 

Weitere Statemants

Der Einsatz mit Weihnachtsfreude hat mir in so vielen Bereichen eine neue Perspektive gegeben. Es war für mich ein Privileg die einzelnen Personen der Reisegruppe kennenzulernen und ihr Herz und ihre Liebe für diese Arbeit zu sehen. Der Einblick in die Rumänische Kultur und die Herzlichkeit und Großzügigkeit mit der wir überall empfangen wurden. Die Freude darüber, dass wir aus Österreich zu ihnen kommen. Die Highlights waren natürlich die strahlenden Kinderaugen, wenn sie ihren Schuhkarton bekamen und die Dankbarkeit der Familien die wir mit Lebensmittelpaketen beschenken durften. Es war nur eine sehr kurze Zeit und trotzdem gäbe es so viel zu erzählen. Ich hoffe, dass dies nicht der letzte Einsatz in Rumänien war. – Sabrina Juhn

Begonnen und beendet haben wir unseren Einsatz mit strapazierenden Autofahrten, die sich im Nachhinein betrachtet wirklich gelohnt haben. Die Erfahrungen die wir machen durften kann man nicht erzählen, man muss dabei gewesen sein. Zum einen war es für mich erschreckend und beeindruckend zugleich, wie Menschen unter solchen Bedingungen leben können. Zum anderen war es schön, wie sehr wir willkommen und die Menschen offen waren und sich über unsere mitgebrachten Lebensmittel und Geschenke gefreut haben. Ich hoffe wir konnten ihnen in dieser kurzen Zeit ein bisschen Weihnachtsfreude schenken und wir kommen gerne wieder. – Udo Juhn

„Multumesc“ (Danke) war das Wort, das wir am öftesten gehört haben, vielleicht aber auch weil wir das verstanden :). Was ich mir mitgenommen habe ist, dass diese Menschen viel geben, obwohl sie selbst fast nichts haben, dass sie das Beste aus ihrer Situation machen und sie sehr gastfreundlich sind. – Anja Schamberger