Bericht Black Panthers in Action
Wir,
die Black Panthers vom Stamm Weinviertel, unternahmen trotz Hitze eine
tolle Wanderung und erlebten dabei ein kleines Wunder. Wir starteten an
der uralten Winterlinde in Frauendorf an der Schmida, die so groß ist,
dass es mehrere Personen braucht, um sie zu umarmen, und durchquerten
den Wald bis zum St. Barbarakreuz. Von dort aus führte uns der Weg über
weite Felder. Die leichte Hügellandschaft war mit Weizen-, Gersten-
oder Blumenwiesen und gelegentlichen Baumgruppen bedeckt, die uns in
dieser Zeit den nötigen Schatten geschenkt haben.
Nach
der Hälfte des Weges bemerkten wir plötzlich, dass ein Black Panther
seine Brille verloren hatte. Aber keine billige Sonnenbrille, sondern
eine richtige Sehbrille. Da wir nicht gerade auf übersichtlichen Wegen
unterwegs gewesen waren, war das im ersten Moment sehr ernüchternd. Aber
wir gaben nicht auf. Die Brille musste wo sein, sie konnte ja nicht
einfach verschwinden. Also sind dahin zurückgegangen, wo sie
wahrscheinlich verloren gegangen war – nämlich an jene Stelle, wo wir
einen kleinen Frosch beobachtet hatten. Nach einiger Zeit stoppten wir
und entschieden uns, Gott in diese Sache mit reinzunehmen. Also beteten
wir, dass Gott uns die Brille auf den Weg legen und wir sie finden
würden. Mit neuem Mut gingen wir weiter zur Stelle, wo der Frosch
tatsächlich noch da war … aber keine Brille. Also suchten wir weiter.
Der bewachsene Feldweg machte es nicht einfacher, aber plötzlich, wie
aus dem Nichts, lag die Brille fein säuberlich mitten am Weg. Wir waren
sehr froh und dankten Gott, dass wir die Brille gefunden hatten und sie
nicht kaputt war.
Nach
diesem Erlebnis wanderten wir weiter, um unsere 15km zu schaffen. Doch
bei über 30 Grad ging das Wasser schneller aus als gedacht. Bei einer
entscheidenden Wegkreuzung mussten wir feststellen, dass unser Waser für
10km, nicht aber für die angepeilten 15km reichen würde. Da wir
komplett unbewohntes Gebiet bewanderten, waren wir auf unser
mitgebrachtes Wasser angewiesen. Es gibt bei uns im Weinviertel auch
kaum Bäche oder Quellen. Und so mussten wir unsere Strecke verkürzen.
Im Hinblick auf die Hitze, die an diesem Tag noch auf 34 Grad im
Schatten geklettert war, fiel uns die Entscheidung nicht so schwer.
Schließlich
konnten wir dann doch noch unser Ziel erreichen. Versteckt zwischen den
grünen Feldern, befinden sich die berühmten Weinviertler Kellergassen:
Gassen mit vielen kleinen Häuschen, Presshäuser, unter denen sich
richtige Kellersysteme verbergen. Die Rot-Kreuz-Kellergasse in Sonnberg
ist eine von ihnen, und sie diente uns als willkommene Destination. Denn
im Keller war es angenehm kühl und ein Mittagessen stand auch schon
bereit. Somit haben die Black Panthers ihre letzte, abenteuerliche Tour
in diesem Rangerjahr erfolgreich gemeistert!
Jolanda - RR Weinviertel